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Oxidantien und Antioxidantien – Schaden und Nutzen

 

Altern, Infektionen, Krebs: Seit Jahren wird viel über die genaue Wirkung von Oxidantien und ihrer Gegenspieler geforscht und diskutiert. Höchste Zeit also, ein paar der wichtigsten Informationen zusammenzutragen.

  • Oxidantien

Klar ist das reaktive Sauerstoffspezies (Oxidantien) bei höherer Konzentration schädlich für die Zellen aller Organismen sind. Sie schädigen zahlreiche Zellstrukturen, da sie danach streben ihre Elektronenlücke aufzufüllen. Sie verändern Zellmembrane, Proteine, sogar das Erbgut und sind am Alterungsprozess beteiligt. Menschen, die am Hutchinson-Gilford-Syndrom leiden, das zu einer frühzeitigen Alterung führt, besitzen keine Schutzmechanismen gegen diese Oxidantien und sind ihnen schutzlos ausgeliefert.

  • Nutzen

Das Oxidantien, neben ihrer Funktion als Botenstoffe, nicht immer schädlich sein müssen zeigt eine Studie der Chalmers University of Technology aus Schweden. Sie konnte zeigen das Wasserstoffperoxid bei einer gewissen Konzentration die Alterung von Hefezellen verlangsamen konnte. Allerdings gehört es auch zu den Oxidantien die in höheren Mengen für unseren Körper schädlich sind.

  • Antioxidantien

Der große Vorteil von Antioxidantien besteht darin, dass sie die schädlichen Kettenreaktionen die reaktive Sauerstoffspezies auslösen können abbrechen, indem sie ein Elektron abgeben, ohne selber weiter zu reagieren.

Wenn sich das Gleichgewicht zwischen oxidativen und reduktiven Reaktionen zugunsten der oxidativen Prozesse verschiebt, spricht man von oxidativem Stress. Neben den schädlichen Auswirkungen auf den Alterungsprozess, kann dieser auch zu Arteriosklerose führen und man vermutet, dass er an der Entstehung von Krebs, Erkrankungen des Immunsystems und auch an rheumatischen und neurodegenerativen Erkrankungen beteiligt ist.

  • Astaxanthin

Dieses Carotinoid (ein Pflanzenfarbstoff) gilt als eines der stärksten Antioxidantien. Klinische Studien belegen eine stärkere Wirkung als andere bekannte Antioxidantien (Shimidzu et al., 1996; Bagchi, 2001, Creighton University). Eine dieser Studien untersuchte zum Beispiel die Fähigkeit verschiedener Antioxidantien reaktive Sauerstoffspezies zu eliminieren. Es zeigte sich das Astaxanthin fast 20-mal besser wirkte als Vitamin E, über 50-mal besser als Beta-Carotin und über 60-mal stärker als Vitamin C.